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Allgemein, Rezension

Kelly Moran: Redwood Love- Es beginnt mit einem Kuss [ Band 2 ]

Autor: Kelly Moran
Verlag: KYSS Verlag, Rowohlt Polaris
Datum Erstveröffentlichung: 18.09.2018
Länge:
Preis: 12,99€

**Werbung**
-Ein großes Dankeschön an den KYSS Verlag für das Rezensionsexemplar-
Hier kommt ihr zur Verlagssseite.

[Achtung, kann Spoiler enthalten, da es sich um einen Folgeband handelt]


Klappentext:

Alte Freunde, neue Liebe?
Redwood, Oregon. Eine kleine Stadt zwischen Bergen und Meer. Hier betreibt Flynn O’Grady gemeinsam mit seinen beiden Brüdern eine Tierarztpraxis. Da er von Geburt an taub ist, muss Flynn sich bei der Arbeit mit den Tieren auf seine anderen Sinne verlassen. Und auf Gabby, seine Assistentin. Die beiden sind ein perfekt eingespieltes Team und auch privat beste Freunde. Deshalb ignoriert Flynn sein Herzklopfen, wann immer er sie zu lange ansieht. Nur lassen sich manche Dinge nicht für immer ignorieren. Vor allem, wenn man in einer Kleinstadt voller schamloser Kuppler wohnt …
Ein Ort zum Wohlfühlen, drei Tierärzte zum Verlieben.


Cover:
Vom Stil her gleicht es dem Cover des ersten Bandes, nur von der Farbe des Holzes und der Polaroidbilder unterscheidet es sich. Mir gefallen die Cover der Reihe außergewöhnlich gut und vor allem die Holzoptik hat es mir angetan.


Meine Meinung:
Im zweiten Band der “ Redwood Love“ Reihe geht es um Flynn, den mittleren der O’Grady Brüder. Wie im Klappentext schon erwähnt, ist Flynn von Geburt an taub, findet sich aber trotz seiner Behinderung gut im Leben zurecht und steht auf eigenen Beinen.
Wenn es dann aber um die Damenwelt geht, scheint sein Charme und sein Selbstbewusstsein Urlaub zu machen. Er zerfrisst sich selbst mit Vorurteilen und sieht häufig eher das was er nicht kann, als das was er alles kann.
Mir hat es wirklich das Herz gebrochen, in welch schlechtem Licht er sich selber sieht und wie tatsächlich auch manch andere ihn sehen. Menschen können schon wirklich gemein sein. Es ist ja auch nicht nur in der Geschichte so, sondern Gehörlose oder Taubstumme Menschen müssen zusätzlich zu ihrer Behinderung noch mit vielen Vorurteilen kämpfen. Was ich wirklich schade und auch traurig finde.
Wir leben mittlerweile im 21. Jahrhundert und sollten bei vielen Themen einfach aufgeschlossener sein und nicht ablehnend wenn es um etwas geht was wir nicht verstehen oder womit wir uns im ersten Moment unwohl fühlen.
Flynn ist so ein herzlicher und warmer Mensch, mit einer Menge Charme und Witz. Ich habe mich sehr wohl gefühlt wenn ich seine Sicht er Welt sehen bzw. darüber lesen konnte. Seine Art der Wahrnehmung und Sichtweise ist sehr spannend und aufschlussreich. Da durch das er seit seiner Geburt taub ist, kennt er es nicht anders, und verlässt sich statt auf seiner Ohren, vollkommen auf seine Augen. Er ist super aufmerksam und bemerkt Kleinigkeiten, die manch anderer nicht sofort bemerken würde.
Nun zu Gabby, denn sie hat wie Flynn auch ein Handicap, nicht im Sinne einer körperlichen Behinderung, sondern ihr geringes Selbstvertrauen.
Sie ist ein Mensch der von innen strahlt und ein wahrer Sonnenschein ist, doch scheint sie in der Menge völlig unterzugehen und fühlt sich kaum wahrgenommen. Was ihr allerdings dabei entgeht ist, dass ein gewisser Tierarzt sie sehr genau wahrnimmt.
Beide bringen ihre Zweifel und auch ihre Selbstzweifel mit, scheinen aber vieles dabei zu übersehen.
Doch umso mehr die Geschichte voranschreitet, umso mehr wird deutlich, was eigentlich schon immer dagewesen ist und doch nicht bemerkt wurde.
Auch treffen wir natürlich die anderen O’Grady Brüder und Avery aus dem ersten Band der Reihe wieder. Ich hab es sehr genossen wieder nach Redwood zurückzukehren und die Charaktere aus dem ersten Band wieder zu treffen.
Ganz automatisch entstand ein Gefühl von nach Hause kommen, da es sich für mich einfach vertraut angefühlt hat. Die Herzlichkeit der Charaktere schwebt wie eine Wolke über der Geschichte und hinterlässt ein warmes Gefühl.

Kelly Moran hat mit der Fortsetzung“ Es beginnt mit einem Kuss“ nicht nur eine romantische Fortsetzung geschaffen, sondern sich mit viel Feingefühl einem Thema gewidmet, welches definitiv mehr Aufmerksamkeit braucht. Eine Behinderung ist nicht immer gleich eine Behinderung. Und nur weil ein Mensch ein gewisses Handicap hat oder auch nicht, bedeutet es nicht direkt das er auf Hilfe oder Mitleid angewiesen ist, geschweige denn es möchte.
Viel mehr schafft Kelly Moran ein Bewusstsein dafür, aufmerksamer mit seiner Umwelt umzugehen und vor allem aufgeschlossener und mit weniger Vorurteilen. Mir haben eben diese Stellen an denen Flynn mit sich selbst im Clinch lag, sehr das Herz gebrochen. Niemand sollte sich ausgeschlossen oder ausgegrenzt oder weniger wert als jemand anderes fühlen.
Denn jeder Mensch hat irgendein Handicap, sei es nun sichtbar oder nicht, oder in Form einer Angst etc.
Was ich eigentlich sagen möchte, mich hat die Autorin tiefberührt. Mit ihren Worten, mit ihrem Feingefühl und den tollen Charakteren dieser wundervollen Stadt Redwood.


Fazit:
Ich kann nicht mehr sagen, als das ich grenzenlos begeistert bin. Mir hat jedes Wort geschriebene Wort gefallen und ich weiß beim besten Willen nichts an der Geschichte auszusetzen.
Mich hat Kelly Moran mitten ins Herz getroffen und schlichtweg umgehauen.
Ihren Umgang mit körperlichen oder auch geistigen Behinderungen konnten wir ja im ersten Teil schon mit Avery’s Tochter Hayley beobachten, die übrigens auch zuckersüß im zweiten Band ist. Ich kann es schon jetzt nicht abwarten den dritten Band zwischen die Finger zu bekommen.


Zitat aus dem Buch:
“ Dieser Mann, dieser phantastische Mann, gehörte ihr.“


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