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Allgemein, Rezension

Jessi Kirby: Offline ist es nass wenns regnet

Autor: Jessi Kirby
Verlag: Loewe Verlag
Datum Erstveröffentlichung: 14.01.2019
Länge: 336 Seiten
Preis: 14,95


Klappentext:
Maris Leben ist perfekt – zumindest, wenn man es an ihren Followerzahlen auf Instagram & Co. misst. Doch dann verrät Mari auf ihrem YouTube-Kanal ein brisantes Geheimnis: Ihr Online-Leben ist eine einzige Lüge, denn sie ist keineswegs die immer fröhliche Person, die sie auf Social Media darstellt. Das Video geht über Nacht viral und Mari sieht sich mit einem riesigen „Shitstorm“ konfrontiert. Daraufhin löscht sie ihre komplette Online-Identität und entscheidet spontan: Sie will den John Muir Trail im Yosemite Nationalpark bewältigen. Völlig unvorbereitet beginnt sie den Trip. Doch es ist nicht nur das unwegsame Gelände, das ihr zu schaffen macht …


Cover:
Es ist einfach so großartig. Mir gefällt das Cover so unglaublich gut und es spiegelt die Geschichte perfekt wieder.


Meine Meinung:
Einfach losgehen, alles hinter sich lassen, die Angst vor dem Unbekannten in Angriff nehmen und vor allem das Handy daheim bzw. ausgeschaltet lassen.
Gerade in der heutigen Zeit ist das Thema Social Media eines, an dem man nicht vorbei kommt. Quasi jeder besitzt ein Handy und nutzt online Plattformen wie Facebook, Instagram usw.
Da will ich mich persönlich auch gar nicht ausklammern, auch ich nutzte oft und viel Social Media.
Aber gerade nach “ Offline ist es nass wenns regnet“ verspüre ich das Bedürfnis weniger online zu sein, das Leben bewusster zu genießen und gerade Erfahrungen bewusster wahrzunehmen,  Beispielsweise Urlaube. Man macht unendlich viele Fotos, und verpasst da durch so unglaubliche und tolle Momente, und wofür?
Um eine Erinnerung zu schaffen, ein Foto, dabei verpasst man jedoch die kleinen Momente zu genießen.
Die Geschichte hat mir viel zum nachdenken mit auf den Weg gegeben. Ich glaube das es vielen bekannt vor kommt, das wenn man ein Foto online stellt, man sich wünsch positive Resonanzen zu erhalten, jedoch sollte man sich da durch nicht definieren oder sein Glück davon abhängig machen.
Denn genau das ist Mari passiert.
Durch Social Media hat sie sich verändert und ist zu jemandem geworden, der sie eigentlich nicht ist. Jeden Tag war sie auf der Suche nach dem perfekten Foto, um am Ende fest zu stellen, das dies ihrem Leben überhaupt nicht entspricht, ihr nicht entspricht.
Das sie sich selbst fremd geworden ist.
Maris Geschichte hat mich von Anfang an gepackt und an die Seiten gefesselt. Ich war gebannt von ihrer Reise, den Hürden und Rückschlägen die sie einstecken musste. Aber auch fasziniert von den tollen Erfahrungen die sie gesammelt hat.
Die Landschaftsbeschreibungen der Autorin waren so bildhaft, das ich den Trail quasi mit gelaufen bin.
Nun sitze ich hier zuhause vor dem Laptop und frage mich, wie wäre es eine solche Wanderung selbst in Angriff zu nehmen?
Würde ich mir das zutrauen?
Würde ich es wagen?
Die Abenteuerlust ist auf jeden fall vorhanden. Einfach für eine gewisse Zeit dem stressigen Alltag entkommen und in die Natur zu gehen.
Die Geschichte ist wirklich toll geschrieben, voller Eindrücke der Natur und Maris Gedankenwelt. Innerhalb der Geschichte macht sie durch ihre Erfahrungen eine tolle Entwicklung durch und findet immer mehr zu sich selbst und vor allem findet sie sich wieder.
Mir haben Schreibstil und Verlauf der Geschichte irre gut gefallen. Es war eine tolle Mischung aus Abenteuer und Natur.


Fazit:
Ich hätte am liebsten noch mehr Kapitel in diesem Buch gehabt. Das ist die einzige Kritik die mir in den Sinn kommt, das Buch war einfach zu kurz. Zu kurz, weil es einfach toll war. Ich hätte Mari gerne noch länger begleitet, noch mehr mit ihr erlebt.
Eine ganz klare Empfehlung an der Stelle.


Zitat aus dem Buch:
“ Einen Moment lang wünschte ich, ich könnte mein Handy aufladen und ein Foto machen, obwohl ich genau weiß, dass es dieser Landschaft nicht gerecht werden würde.


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