Allgemein,  Rezension

Gizem Celik: More than Gossip

Autor: Gizem Celik
Verlag: Goldmann Verlag
Datum Erstveröffentlichung: 23.09.2026
Länge: 304 Seiten
Preis: 18€

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-Vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar-

Hier kommt ihr zur Verlagsseite.


Klappentext:
Was Klatsch über unsere Gesellschaft verrät

Wir beobachten Stars. Ihre Erfolge. Ihre Abstürze. Ihre Wiederauferstehungen. Wir beneiden und bemitleiden, supporten oder canceln, scrollen durch Kommentarspalten oder blättern durch Klatschmagazine. Dabei vergessen wir oft, dass Stars nicht im luftleeren Raum existieren. Sie sind nicht einfach nur talentiert, sondern werden geschaffen von PR-Strategen, Stylisten, mächtigen Hintermännern – und uns.

Gizem Çelik entschlüsselt das System dahinter. Was steckt hinter den Schlagzeilen? Wer profitiert? Und was sagt das über unsere Gesellschaft aus? Denn Gossip ist viel mehr als nur Unterhaltung. Er ist ein Spiegel unserer Ideale, unserer Ängste, unserer Moral.

Das Liebesdreieck um Justin, Hailey und Selena und warum am Ende immer eine Frau die Verliererin ist. Andrew Tate und toxische Männlichkeit als Geschäftsmodell. Johnny Depp vs. Amber Heard und wie Narrative über Glaubwürdigkeit entscheiden. Jedes dieser Phänomene erzählt eine größere Geschichte.

Denn Popkultur war noch nie so politisch wie heute. Ein viraler TikTok-Clip kann Karrieren zerstören oder Bewegungen lostreten, Influencer sind die neuen Meinungsmacher, und Skandale in der Unterhaltungsindustrie beeinflussen weltweite Debatten über Macht, Shitstorms und Geschlechterrollen.


Cover:
Also das Cover spricht mich persönlich jetzt nicht so an. Mir gefällt es einfach nicht. Bei dem Thema Popkultur und Gossip hätte man sich in meinen Augen etwas besseres einfallen lassen können.


Meine Meinung:
Auf Gizem Celik bin ich tatsächlich durch TikTok aufmerksam geworden. Ihre Videos rund um Popkultur und Gossip verfolge ich immer mal wieder und ich finde sie macht das echt gut.
Umso neugieriger war ich dann, als ich entdeckt habe, das sie auch ein Buch veröffentlicht.
Entspricht normalerweise nicht so dem was ich lese, aber meine Neugier war geweckt.
Es gab einige Kapitel die mich mehr als andere angesprochen haben. Die Kapitel die mich angesprochen haben, die waren richtig gut. Beispielsweise über den Gerichtskrieg zwischen Johnny Depp und Amber Heard. Die Autorin ist darauf eingegangen was ein Opfer zu einem Opfer macht, wer darüber entscheidet und vor allem wie die Medien die eigenen Entscheidungen bewusst formt und leitet. Mir war vorher zwar klar, das einem als Konsument der Medien immer eine gewisse Meinung oder ein Standpunkt verkauft werden möchte, aber nicht mit welchen Mitteln dies geschieht.
Hat mich teilweise wirklich erschreckt.
Oder das Kapitel von der Trennung von Brad Pitt und Jennifer Aniston. Daran kann ich mich noch sehr gut erinnern, ich mein, es war überall. Ob online oder im TV. Es führte kein Weg an Brangelina vorbei.
Aber das dieses Liebesdreieck von den Medien so dargestellt wurde das Jennifer Aniston die Gute war und Angelina die Böse, und Brad Pitt, der sich ja getrennt hatte, irgendwie eine neutrale Rolle bekommen hat, war mir nicht bewusst. Das die Medien und der Gossip entscheidet, wer nun die  Böse und wer das Good Girl ist, heftig.
Ich habe Popkultur, ungelogen, die als politisches oder als so ein enormes Gesellschaftliches Konstrukt empfunden, dass ich mir jetzt nach dem lesen denke, “ wie konnte das an mir vorbei gehen, wieso ist mir das nicht aufgefallen“.
Ich weiß noch wie ich damals im Flugzeug saß und mir die Doku über den Gerichtsprozess von Depp x Heard angeschaut habe und mir dachte “ naja, alles wird seine Gründe haben, und hier kann nicht alles eindeutig schwarz oder weiß sein“. Da habe ich versucht mich zu informieren, habe versucht eine Meinung für mich zu finden, wie ich dazu stehe. Am Ende bin ich zu dem Schluss gekommen, das ich keine Seite wählen möchte, denn in diesem Fall hat jeder für mich irgendwie verloren gehabt.
Als ich dann besagtes Kapitel dazu laß und auf eben diese Meinung gestoßen bin, kam ich nochmal zum nachdenken.
Und gerade das hat das Buch für mich so interessant und unterhaltsam gemacht. Es regt zum denken und überdenken an. Gerade wenn es um Charaktere des öffentlichen Lebens geht mit denen man sich selbst beschäftigt hat oder zu denen man einen Bezug hat.


Fazit:
Super unterhaltsam, toll recherchier.
Jedoch gab es hier und da Kapitel mit denen ich mich nicht so ganz identifizieren konnte.


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