Toni Winter: Keep on living [Band 1]
Autor: Toni Winter
Verlag: Everlove Verlag
Datum Erstveröffentlichung: 31.10.2025
Länge: 448 Seiten
Preis: 15€
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-Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar-
Hier kommt ihr zur Verlagsseite.
Klappentext:
Sie wollen sich nicht verlieben, aber können sich auch nicht aus dem Weg gehen
Endlich wagt Ava den großen Schritt und zieht nach München, wo sie fernab vom Druck ihrer Familie neu anfangen möchte. Sie beginnt die langersehnte Ausbildung zur Buchhändlerin, und auch ihre WG erweist sich als wahrer Glücksgriff. Zum ersten Mal in ihrem Leben kann Ava frei atmen. Wäre da nicht der attraktive Chris, einer ihrer drei Mitbewohner, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. Gefühle für jemanden zu entwickeln, ist nämlich so ziemlich das Letzte, was sie im Moment brauchen kann. Trotzdem kommen die beiden sich immer näher. Doch gerade, als Ava beginnt, an eine Zukunft mit Chris zu glauben, holen die Schatten ihrer Vergangenheit sie ein und fordern ihr Glück heraus …
Cover:
Die Cover Farben gefallen mir wirklich gut. Es wirkt alles sehr stimmig. Da das Cover recht unaufgeregt ist, sprich keine wirklichen Hinweise auf die Story gibt, geht es für mich etwas in der Masse unter.
Meine Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte von Ava und Chris gelang mir wirklich schnell. Ich war direkt eingenommen von dem Setting in München und der WG. Alles wirkte sehr einladend und ich fühlte mich als Leserin gut abgeholt und mitgenommen. Das Leben in der WG ist schon beschrieben und da wünscht man sich doch glatt ein Teil der Truppe sein zu können.
Vor allem die quirrlige Fell hat es mir von der ersten Sekunde angetan. Feli ist eine der Mitbewohnerinnen der WG, denn neben ihr und Ava gibt es nur noch zwei Jungs die dort wohnen.
Feli besticht vor allem durch ihre positive Art und ihr ständiges Gequassel über alles mögliche.
Wenn Ava dann mal die Worte fehlen, kann man sich sicher sein, das Feli direkt einspringt und sein Gegenüber nieder quasselt.
Aber erstmal zurück zu Ava, unserer Protagonistin.
Man merkt zu Beginn relativ schnell das Ava einiges an Gepäck mit sich herum schleppt, und das nicht nur in Form von Umzugskisten, sondern eher in der Art : emotionales Gepäck. Es gibt immer wieder kleine Hinweise, das bei ihr zuhause etwas nicht stimmt und dort etwas passiert ist. Im Laufe der Geschichte bekommt man dann immer mehr Einblicke und es setzt sich ein Bild zusammen.
Und dieses Bild ist alles andere als schön.
Ava leidet, versucht dies aber zu verdrängen und hinter sich zu lassen. Doch ist ihr gewählter Weg der richtige?
Nun einpaar Worte zu Chris, einem der Mitbewohner. Er wird von Anfang an als der Frauenschwarm schlecht hin dargestellt, die Herzen fliegen ihm nur so zu, und ebenso viele bricht der kleine Casanova wohl auch.
Ava versucht lange sich seinem Charme zu entziehen. Doch im Endeffekt ist es nicht sein Charme, sondern seine ganze Persönlichkeit die Ava nicht mehr los lässt.
Zwischen den beiden knistert es gewaltig, aber eher langsam und stetig, keine brennendes Inferno, sondern eine Flamme die immer größer wird.
Ich mochte die beiden zusammen total gerne.
Chris hat Ava zugehört, war für sie da, hatte ein offenes Ohr. Er war ihre Konstante.
Im Gegenzug hat Ava ihm ruhe geschenkt, einen Platz zum abschalten und ankommen. Und gerade dieses Zusammenspiel fand ich toll.
Was mich ein wenig verwirrt hat, waren die Geschehnisse zum Ende der Geschichte.
Von jetzt auf gleich haben sich einige Ereignisse überschlagen und mir war zwar irgendwann klar, wo die Autorin hin wollte und was die Intention war, aber der Weg war irgendwie etwas konfus. An der Stelle hätte ich mir klarere Aussagen oder Hinweise gewünscht, denn irgendwie wirkte es in dem Moment wie aus der Luft gegriffen und ich hatte im ersten Moment keine Ahnung warum das jetzt passiert ist.
Als alles dann aufgeklärt wurde kam der AHA Moment, aber irgendwie war es trotzdem etwas komisch und wirkte Wirr.
Insgesamt hat mich die Geschichte gut unterhalten, an vielen Stellen berührt und gerade der Umgang mit Depressionen, Medikamenten Missbrauch und Emotionalem Missbrauch fand sehr feinfühlig. Mit diesen Themen ist die Autorin gut umgegangen, hat weder irgendwas beschönigt, noch etwas zu dramatisch dargestellt.
Fazit:
Eine wundervolle Geschichte über zwei junge Menschen, die schon einiges in ihrem Leben erlebt haben. Gerade die slow burn Lovestory und das WG Leben haben mich besonders gut unterhalten.



