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Allgemein, Rezension

Christina Henry: Die Chroniken von Alice- Finsternis im Wunderland [Band 1]

Autor: Christina Henry
Verlag: Penhaligon Verlag
Datum Erstveröffentlichung: 16.03.2020
Länge: 352 Seiten
Preis: 18€


Klappentext:
Seit zehn Jahren ist Alice in einem düsteren Hospital gefangen. Alle halten sie für verrückt, während sie selbst sich an nichts erinnert. Weder, warum sie sich an diesem grausamen Ort befindet, noch, warum sie jede Nacht Albträume von einem Mann mit Kaninchenohren quälen. Als ein Feuer im Hospital ausbricht, gelingt Alice endlich die Flucht. An ihrer Seite ist ihr einziger Freund: Hatcher, der geisteskranke Axtmörder aus der Nachbarzelle. Doch nicht nur Alice und Hatcher sind frei. Ein dunkles Wesen, das in den Tiefen des Irrenhauses eingesperrt war, ist ebenfalls entkommen und jagt die beiden. Erst wenn Alice dieses Ungeheuer besiegt, wird sie die Wahrheit über sich herausfinden – und was das weiße Kaninchen ihr angetan hat …


Cover:
Passend zur Story und die düstere Atmosphäre wird toll eingefangen.


Meine Meinung:
„Die Chroniken von Alice- Finsternis im Wunderland“ ist definitiv nichts für schwache Nerven.
Keine Ahnung was ich erwartet habe, aber was ich bekommen habe, war um Welten düsterer, brutaler und einfach finster.
Klingt vielleicht erstmal negativ, doch eigentlich bin ich positiv überrascht. Es handelt sich hier zwar um eine Märchen Adaption, aber so wirklich märchenhaftes gibt es nicht viel.
Die Geschichte von Alice ist nicht farbenfroh und voller Glück, sondern düster und voller Abgründe.
Alice ist gebrochen, gebrochen durch ihre Vergangenheit. Sie fristet nun ihr Dasein in einer finsteren Zelle einer Nervenheilanstalt. Verfolgt von ihrem erlebten, gequält durch Erinnerungslücken und Albträume.
Ich habe die düstere Stimmung der Geschichte sehr genossen, die Abgründe, die finsteren Geheimnisse. Obwohl ich auch von so einigem schockiert war und teils auch entsetzt.
Alice und ihr ehemaliger Zellennachbar sind permanent auf der Flucht. Auf der Flucht vor der Jabberwock, ihren Vergangenheiten und Erinnerungen. Die Geschichte ist ein Wirr-Warr von Erinnerungen, Geheimnissen und alt bekanntem.
Man trifft bekannte Charaktere wie den Grinser und das weißte Kaninchen. Doch bis auf den Namen haben die Charaktere nichts mit dem gemeinsam was man aus dem Klassiker von Alice im Wunderland kennt.
Es gab viel neues und gerade das habe ich so genossen.
Innerhalb der Geschichte gibt es ebenfalls eine Lovestory, die ich jedoch etwas seltsam und merkwürdig fand, aber irgendwie hat es aus dem Grund auch zur Geschichte gepasst.
Denn an der Geschichte gibt es nichts normales, gewöhnliches, alles ist etwas sonderbar, verdreht, düster und verstörend.
Aber wisst ihr was?
Ich fands großartig.

Die Autorin hat einen wirklich angenehmen Schreibstil, der aber gleichzeitig anspruchsvoll gestaltet ist. Sie schreibt sehr bildhaft, dynamisch und spannend.
Das gewählte Setting fand ich gut umgesetzt und beschrieben. Die Welt ist ebenso düster gestaltet wie die Charaktere und alles hat sich gut ineinander gefügt und am Ende ein großes ganzes ergeben.


Fazit:
Welcome to dark Wonderland.
Diese Neuerzählung habe ich wirklich in vollen Zügen genossen. Düstere Stimmung, viel Blut und überall Geheimnisse.
Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Band dieser Reihe.



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