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Allgemein, Rezension

Neal Shusterman: Scythe- Die Hüter des Todes

Autor: Neal Shusterman
Verlag: Sauerländer
Datum Erstveröffentlichung: 22.11.2016
Länge: 513 Seiten
Preis: 19,99€


Klappentext:
Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.
Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen – aber diese Welt hat einen Preis.

Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.
Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten …


Cover:
Für das Cover hat man sich wirklich viel Mühe gegeben. Es hat nicht nur ein tolles Motiv, sondern besitzt einen Schutzumschlag mit Metallic- Folien Veredlung.
Mich hat es direkt angesprochen und der Klappentext hat dann sein übriges getan.


Meine Meinung:
Zu Anfang fand ich die Idee hinter der Geschichte super interessant. Das es nun keinen natürlichen Tod mehr gibt, und Menschen von den Scythe zur “ Nachlese“ auserwählt werden um zu sterben. Denn irgendwie muss es ja zu einer Auslese kommen, wenn es schon keine natürliche Auslese mehr gibt.
Einerseits ist es sehr verlockend ewig leben zu können, ohne Krankheiten ohne Gebrechen mit der Chance Wiedergeboren zu werden.
Doch durch die Scythe kann man sich halt nie sicher sein, ob es nicht einen selbst trifft.
Als Citra und Rowan dann ausgewählt werden um die Ausbildung zu einem Hüter des Todes anzutreten, sind die Gefühle der beiden arg zwiegespalten. Auf der einen Seite fühlen sie sich geehrt, auf den anderen Seite sind sich beide bewusst, was genau das für ihre Zukunft heißen wird.
Ich fand es sehr interessant die Ausbildung der beiden zu verfolgen, da diese auch von diversen Zwischenfällen in verschiedene Richtungen läuft.
Die Veränderung die beide innerhalb der Geschichte durchmachen ist absolut nachvollziehbar für mich gewesen und ich habe beide für ihren Mut bewundert.
Dennoch hat es mich einige Kapitel gekostet um wirklich in die Geschichte zu finden und mich mit den beiden Protagonisten identifizieren zu können.
Als ich dann aber einmal den Zugang gefunden habe, habe ich jede Seite, jedes Kapitel verschlungen und geliebt.
Teils geht es schon sehr brutal und blutig zu, woran ich mich auch erstmal gewöhnen musste. Jedoch konnte man so zwischen den verschiedenen Hütern die Unterschiede ausmachen. So wie jeder Mensch einen anderen Charakter hat, so üben auch die Scythe ihre Tätigkeit, den Tod zu bringen, unterschiedlich aus.

Innerhalb der Geschichte kommt es zu vielen plötzlichen Wendungen und Enthüllungen, die mich sprachlos gemacht haben.
Ich war dermaßen gefesselt, dass ich die letzten 150 Seiten in einem Rutsch gelesen habe.
Der Schreibstil von Neal Shusterman würde ich am besten mich unaufgeregt und nüchtern beschreiben. Was keinesfalls negativ gemeint ist. Da durch lässt er dem Leser selbst den Raum, verschiedene Situationen zu bewerten und man kann sich gut selbst ein Bild machen. Wobei es an ein oder zwei Stellen, für mein Empfinden, zu nüchtern dargestellt wurde.
Insgesamt konnte mich die Geschichte wirklich packen, was mich überrascht hat, da der Anfang mich noch nicht so begeistern konnte.
Und das Ende…..wie kann man die Geschichte, wenn auch nur vorläufig, so enden lassen…….Cliff-Hanger!!!!!


Fazit:
Fantastischer Schreibstil, spannende Story und eine unglaubliche Idee.
Ich bin wirklich begeistert. Vorallem finde ich es immer toll, wenn eine Geschichte mich trotz anfänglicher Skepsis noch packen und begeistern kann. Ich freue mich jetzt schon sehr auf den zweiten Band der Reihe, der ja zum Glück schon erschienen ist.


Zitat aus dem Buch:
“ Dann schlug er mit seinem schweren Hammer auf das Podium, beendete das Konklave und besiegelte ihr Schicksal.“


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