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Allgemein, Rezension

Lena Knodt: Carim- Drachentöter

Autor: Lena Knodt
Verlag: Eisermann Verlag
Datum Erstveröffentlichung: 15.05.2017
Länge: 255 Seiten
Preis: 12,90€


Klappentext:
Ein Mann mit vor Schmerz zerfressenem Herzen.
Ein Drache mit Augen so rot wie Blut.
Und eine Vergangenheit, die auf immer verborgen bleiben soll.

Drachen töten. Das ist es, was Carim kann. Das ist es, was Carim liebt und seit Jahren tut.
Als er auf einer Jagd ein brütendes Weibchen tötet, greift er ohne zu zögern nach dem letzten, unbeschadeten Ei. Doch er kommt nicht dazu, es zu verkaufen denn der Drache schlüpft.
In seiner unstillbaren Machtgier erkennt der junge Mann all die Möglichkeiten, die sich ihm nun bieten und schmiedet einen boshaften Plan. Denn wenn die Bestie ihm erst einmal gehorchte, würde jeder Mann vor ihm kriechen …


Cover:
Der erste Blick auf das Cover hat mich schon ins Schwärmen gebracht. Es sieht feurig und mysteriös aus, denn im Hintergrund sieht man eine brennende Burg, vordergründig steht jedoch das Drachenei. Und das ist genau jenes, um welches es in dem Buch geht.


Meine Meinung:
Zu Beginn der Geschichte hatte ich das Gefühl, den Verlauf schon zu kennen. Er erinnerte mich ein wenig an Eragon von Christopher Paolini. Dieses Gefühl kühlte aber bereits nach einigen Seiten ab, als ich den 25-jährigen Carim besser kennenlernte. Er lebt alleine in den Bergen in einer Höhle und hat es sich zur Aufgabe gemacht Drachen zu töten. Eigentlich scheint er sehr zufrieden mit seinem Einsiedlerleben zu sein, aber man merkt recht schnell, dass dem jungen Mann etwas fehlt. IMG_8273
Carim ist wieder unterwegs um einen Drachen zu erlegen, als sich ihm eine Möglichkeit bietet, die er unter keinen Umständen an sich vorbeiziehen lassen kann. Er kommt in den Besitz eines Dracheneis. Ursprünglich wollte er dieses zu einem hohen Preis verkaufen, jedoch hat er die Rechnung ohne den Drachen gemacht, denn dieser schlüpft, als Carim in den Bergen unterwegs ist. Von diesem Tag an, hat er einen neuen Begleiter. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gelingt es Carim das Vertrauen des Drachen zu gewinnen. Er nennt ihn Vlynna.
Vlynna ist ebenso blutrünstig wie Carim und die beiden werden mehr und mehr zu einer Einheit. In Carims Kopf bildet sich ein ausgeklügelter Plan, wie der Drache ihm helfen könnte Macht und Reichtum zu erlangen. An diesem Punkt kommt Spannung in die Geschichte, denn Carim bricht auf um dem König von Alpetoria ein Angebot zu machen. Ein Angebot, welches dieser, in Zeiten des Krieges, nicht ausschlagen kann.
Am Anfang der Geschichte habe ich mich schwergetan, mit Carim und seiner groben, rauen Art warm zu werden. Je mehr die Geschichte voranschritt, umso mehr veränderte sich Carim, was mir ziemlich gut gefallen hat. Es gibt zwischendurch immer wieder Kapitel mit Rückblenden zu Carims Kindheit, welche sein Einsiedlerleben erklären. Ich bekam also mehr und mehr ein Gefühl für den Protagonisten. Auch die Beziehung von Carim und Vlynna wandelte sich im Verlauf der Geschichte, meiner Meinung nach zum Positiven. Carim sieht in Vlynna nicht mehr ein Monster und beginnt ihm zu vertrauen, sogar ihn zu mögen.

Der Schreibstil von Lena Knodt konnte mich zu Anfang des Buches nicht so recht begeistern. Ich brauchte einige Kapitel, um mich zurechtzufinden. Ab circa der Hälfte des Buches hatte die Geschichte mich vollends überzeugt. Es kam mir auch beim Lesen so vor, dass umso mehr die Geschichte voranschritt, der Schreibstil der Autorin mit jeder Seite sicherer und authentischer wurde.IMG_8274


Fazit:
Ich habe aufgrund des Klappentextes nicht großartig gewusst, wo die Geschichte hingehen soll, oder was mich erwartet. Aber womit ich auf keinen Fall gerechnet habe, war die Geschichte, die ich im Endeffekt gelesen habe. Es war wirklich ein Abenteuer. Vlynna ist mir richtig ans Herz gewachsen und Carim ebenso. Ich habe viele Male mit beiden mitgefiebert und hatte das Gefühl, mit dabei zu sein. Die Wandlung die Carim innerhalb des Buches gemacht hat, hat mich wirklich beeindruckt, da ich nicht damit gerechnet habe.
Eine große Überraschung war für mich auch der erste Blick ins Buch, denn am Anfang findet sich eine Landkarte vom Königreich Alpetoria. Da ich Landkarten liebe, war dies ein großer Pluspunkt.
Was mir allerdings nicht so gut gefallen hat, waren die Schlachten, in denen die zwei gekämpft haben. Ich bin einfach kein Fan von riesigen Schlachten, die bis ins Detail beschrieben werden.
Alles in allem hat mich die Geschichte von Carim und Vlynna berührt und mitgerissen. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil, denn es soll laut Lena eine Trilogie werden.


Zitat aus dem Buch:
„ Ihr seid nicht, wie alle denken. Ihr seid nicht, wie ihr immer vorgebt zu sein.“


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