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Allgemein, Rezension

Kerstin Arbogast : Im Schatten deines Herzens

Autor: Kerstin Arbogast
Verlag: Drachenmond Verlag
Datum Erstveröffentlichung: 26.11.2015
Länge: 430 Seiten
Preis: 14,90€


Klappentext:
„Meine Flucht war sinnlos. Bereits jetzt in diesem Moment gehörte ich dir.“

Wenn aus Träumen Albträume emporwachsen, ein Jäger zum Gejagten und eine Gejagte selbst zur Jägerin wird, dann finden Märchen und Fabeln ihren Weg in die Wirklichkeit. Um zum Star der elterlichen Pferdeshow zu werden, ist dem Stuntreiter Jarosch kein Preis zu hoch. Eine geheimnisvolle wie gefährliche Stute soll ihm zum erhofften Erfolg verhelfen – selbst wenn sie ihn seine Seele kostet. Als Johanna Jarosch und seinem wilden Pferd begegnet, kann sie sich deren Faszination nicht lange verschließen. Doch kann sie die dunklen Schatten der beiden verscheuchen, ohne selbst davon verschlungen zu werden?


Cover:
Das Cover lädt zum Träumen ein, es wirkt mystisch und strahlt eine unglaubliche Ruhe aus. Mich hat es direkt angesprochen und neugierig gemacht.


Meine Meinung:
Da ich ein absolutes Pferdemädchen bin, kam ich an dem Buch irgendwie nicht vorbei. Der Klappentext hat mich zusätzlich neugierig gemacht. Doch jetzt, wo ich das Buch beendet habe, muss ich sagen, dass der Klappentext nicht wirklich viel zur Geschichte dahinter verrät. Was ja einerseits auch sein Gutes hat. Aber ich hatte halt absolut keine Ahnung was mich in der Geschichte erwartet.
Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt, von Jarosch, Johanna und dem Pferd Rosalie.
Innerhalb des Buches gibt es keine wirklichen Kapitel, nur die Perspektivenwechsel.
Nun zur Geschichte, Jarosch ist 19 Jahre alt und seine Familie besitzt eine berühmte Pferdeshow, wo auch er tätig ist.
Jarosch ist verbittert, von Ehrgeiz getrieben aber vor allem unglaublich einsam. Als letzten Ausweg sieht er die geheimnisvolle Stute, die er als Kind in Rumänien im Wald erblickt hat. Er und seine Brüder machen sich dann auf den Weg um den Geist aus Jaroschs Vergangenheit einzufangen und mit nach Deutschland zu nehmen.
Hätte Jarosch doch nur vorher gewusst, welche Konsequenzen sein Handeln hat, nicht nur für ihn, sondern auch für die Stute.
Dann lernen wir Johanna kennen, sie wohnt noch nicht sonderlich lange in dem Dorf, wo auch Jarosch wohnt. Ihr Hobby ist das reiten, dies ist das einzige was sie gut kann und was ihr Leben ausfüllt. Sie ist ein herzensguter Mensch, jedoch auch unglaublich schüchtern und lässt kaum jemanden an sich heran.
Als die Wege von Jarosch und Johanna  sich kreuzen, ändert dies für beide alles. Zwar können sie sich zuerst nicht riechen und pampen sich an wann immer es nur geht, jedoch ändert sich dies im Verlauf der Geschichte.
Johanna beobachtet Jarosch und seine geheimnisvolle Schimmelstute, wann immer sie im Reitstall ist. Als sie dann hinter das Geheimnis der Stute kommt, stellt dies ihre Welt auf den Kopf.
Wer hätte denn auch gedacht das Märchenkreaturen tatsächlich existieren?
Tag für Tag können beide beobachten, dass Rankenartige Schatten sich auf dem Fell der Stute bewegen, sie verblühen immer wieder, nur um am nächsten Tags aufs neue zu Im Schatten deines Herzenserscheinen. Doch die Stute ist nicht die einzige, die mit diesen Malen leben muss.
Jarosch hingegen ist alles andere als glücklich mit seinem neuen Pferd, dabei hatte er doch alle Hoffnungen in sie gesetzt. Die Stute ist aggressiv, unberechenbar und lässt Jarosch nicht an sich heran. Die einzige die sich der Stute nähern kann ist Johanna.
Die Geschichte ist wirklich zauberhaft und einzigartig. Allein schon, dass auch das Pferd in dem Buch eine Stimme erhält.
Mir hat es zeitweise wirklich das Herz gebrochen wie verzweifelt sowohl Jarosch als auch die Stute waren. Beide hatten ihr Päckchen zu tragen.
Innerhalb der Geschichte ändert sich Jarosch von Grund auf, er beginnt sein Verhalten zu reflektieren und entwickelt ein wahrhaftiges Gewissen, welches er zu Beginn nicht hatte. Er steht für die Fehler ein die er begangen hat und versucht sie wieder gut zu machen.
Auch die Beziehung zwischen ihm und Johanna war sehr spannend zu beobachten, wie zwei Magnete haben sie sich angezogen aber auch wieder abgestoßen und doch immer wieder einen Weg zu einander gefunden.
Der Schreibstil der Autorin wirkte auf mich zu Beginn recht steif, irgendwie unrund. Dies legte sich dann aber innerhalb der ersten 50-100 Seiten und ich konnte mich gut auf die Geschichte einlassen.
Es gab immer wieder spannende und geladene Momente die mich gefesselt haben, aber auch Momente in denen mich die Geschichte unsagbar Traurig gemacht hat. Was ist absolut als positiv verbucht habe, die Geschichte hat mir wirklich berührt.
Einige Stellen im Buch waren dann wiederum etwas schleppend und teils ein wenig langweilig.


Fazit:
Da der Klappentext nicht so richtig viel verraten hat, war ich wirklich überrascht von der Geschichte rund um Jarosch und Johanna.
Mich hat wirklich berührt, was ich da gelesen habe und ich denke das ist ganz wichtig und kostbar, dass Geschichten etwas auslösen. Es geht auch darum, zu sich selbst zu finden, Frieden mit sich und seinen Entscheidungen zu schließen und offen für die Zukunft zu sein, mit alldem muss sich Jarosch auseinandersetzten, und mich hat wirklich beeindruckt wie er mehr und mehr zu der Person wurde die er immer sein wollte.
Zwar gab es keinen enormen Spannungsbogen, aber die kleinen knisternden Momente und die Augenblicke des Luftanhaltens haben das Buch für mich zu etwas besonderem gemacht.
Den einzigen Kritikpunkt den ich äußern kann, sind die zum Teil langgezogenen Szenen, wo durchweg nichts passiert, aber auch rein gar nichts. Wo dann aber wiederrum andere Stellen zu schnell abgehandelt worden sind.


Zitat aus dem Buch:
„Der Winter hielt Einzug auf meiner Haut. Beißende Eifersucht überzog mich wie Frost.“


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No Comments

  • Reply stellette_reads

    Hey Jenny 🙂
    das Buch ist sogar schon auf meiner Drachenmondliste^^ Es sieht echt so toll aus und verspricht auch einen klasse Inhalt. Deine Rezi macht Lust auf Mehr!
    Übrigens bin ich jetzt wieder Up-To-Date. Du warst ganz schön fleißig auf deinem BLOG!
    Ich drück dich herzlich, Stella ♥

    Oktober 8, 2017 at 2:45 pm
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