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Allgemein, Rezension

Marion Hübinger: Water Love

Autor: Marion Hübinger
Verlag: Drachenmond Verlag
Datum Erstveröffentlichung: 27.02.2017
Länge: 312 Seiten
Preis: 12,90€


Klappentext:
Der neunzehnjährige Bela erwartet nicht mehr viel vom Leben. Nicht, nachdem seine Eltern vor drei Jahren bei einem Flugzeugunglück umgekommen und sein Großvater Laszlo, ein berühmter Maler, aus Ungarn zu ihm gezogen war. Erst recht nicht in einer Zeit, in der jeder die drastischen Bedrohungen des Klimawandels nervös verfolgt und sich fragt, wie er überleben wird. Wer zu den Waters gehört, wird das Glück haben gerettet zu werden. Seit Bela zurückdenken kann, regieren die Waters das Land. Doch Bela ist ein Landers, einer, der dazu verdammt ist, an Land zu bleiben, sollte es zur Katastrophe kommen. Warum muss ausgerechnet er sich in eine Waters verlieben? Warum muss genau in dem Moment die Smogwelle über Kiel Alarmstufe ROT auslösen und ihn und Sintje viel zu schnell wieder trennen? Als Bela im Bunker festsitzt, fragt er sich jeden Tag, ob es eine Hoffnung für ihre Liebe geben wird …


Cover:
Das Cover sieht einfach traumhaft schön aus. Es hat tolle Farben und zeigt das Meer, welches im Buch eine massive Rolle spielt. Die liebe Marie Graßhoff hat wirklich ein sehr schönes Cover entworfen.


Meine Meinung:
Das Buch startet mit dem Prolog im Jahr 2046, er greift ein Gespräch auf das unser Protagonist Bela mit seinem besten Freund führt. Später im Buch erfährt man noch genaueres darüber. Die Geschichte startet dann einige Zeit vor dem Prolog und wir lernen Bela Drevenkar, 19 Jahre alt, kennen. Bela und sein Großvater gehören zu den “ Landers“, sie sind die unglücklichen die nicht in den Genuss kommen, bei einem Smogalarm auf eines der Waterships ( Unterwasserschiffe) flüchten zu können, dazu fehlt ihnen das Geld, wie vielen anderen auch.
Er lebt mit seinem Großvater zusammen, da seine Eltern bereits seit einigen Jahren verstorben sind. Sein Großvater Laszlo ist Künstler, ebenso wie Bela. Zu Beginn des Buches absolviert Bela eine Art Praktikum in einer Fördereinrichtung. Dort betreut er die geistig und körperlich Behinderten Kinder und malt/bastelt mit ihnen. In dieser Fördereinrichtung lernt er Sintje Koller kennen, eine “ Waters“, ihre Familie ist sehr einflussreich und wohlhabend und somit ist ihr ein Platz auf den eben genannten Waterships gesichert, aber ob ihr das so recht ist?
Bela fühlt sich durch Sintje immer wohler in der Fördereinrichtung und lernt sie durch die Arbeit mehr und mehr kennen. Bis zum Tag des Smogalarms „Stufe ROT“ , ab dem Punkt geht es rasant weiter und die Geschichte nimmt an Spannung zu. Es erfolgt innerhalb des Kapitels immer wieder ein Perspektiven Wechsel von Bela und Sintje. Der Leser bekommt somit beide Seiten der Medaille zu sehen, die luxuriöse Welt der Waters und das Leben der Landers in den Bunkern. Marion hat einen wirklich angenehmen Schreibstil, ich habe nur einige Seiten gelesen und mich sofort wohl in der Geschichte gefühlt. Die Protagonisten sind wirklich sehr markant und ausdrucksstark beschrieben. Da haben wir Bela, er ist mutig, authentisch, zum Teil einwenig schüchtern was ihn aber sehr sympathisch macht. Und Sintje, sie ist ein wirklich bunter Vogel und genauso mutig wie Bela, dabei aber auch noch stur und kämpferisch. Sie lässt sich in keiner Situation mit wagen Antworten abspeisen. Ebenso sind die Nebencharaktere mit sehr viel Liebe geschrieben, wie Belas Großvater und sein bester Freund Fabio.


Meine Meinung:
“ Water Love“ hat mich wirklich erwischt. Ich hatte zu Beginn nicht erwartet auf so eine dystopische und gesellschaftskritische Geschichte zu treffen. Die Charaktere haben sich klammheimlich in mein Herz geschlichen und ich habe jede Sekunde die ich gelesen habe mit ihnen gelitten und gekämpft. Ich bin gemeinsam mit Sintje und Bela auf die Waterships gereist und durch den Smog gewandert. Es hat mich teilweise wirklich erschreckt, wie realistisch die ganze Geschichte auch ist. Das Buch beschreibt den Kampf gegen die Klassifizierung der Menschheit und deren Unterdrückung und Benachteiligung. Als ich das Buch beendet hatte, haben mich diese Themen noch nachhaltig sehr beschäftigt…….
Ebenfalls hat mich die Liebe von Bela und Sintje wirklich beeindruckt, beide haben sich strickt trotz aller Katastrophen geweigert den anderen aufzugeben. Und die beiden haben wirklich keine Katastrophe ausgelassen…….
Wer also Dystopien mag, viel Spannung und Liebe, der sollte sich schleunigst “ Water Love“ zu legen. Für mich ist es aus meinem Bücherregal nicht mehr wegzudenken.


Zitat aus dem Buch: “ Sie war eine Waters, ja, aber ihr Herz schlug noch immer für ein Leben auf der Erde.“

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